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Epicondylitis - Tennisarm und Golferellbogen

Der Schmerz an der Aussenseite des Ellbogens wird als Tennisarm oder als Epiconylitis humeri radialis bezeichent. Dagegen heißt der an der Innenseite lokalisierte Schmerz Golfellbogen oder Epiconylitis humeri ulnaris.

Meist spielen die Patienten weder Golf noch Tennis, sondern gehen einer gleichförmigen Arbeit nach. Mittlerweile sollte es schon den "Mausellbogen" geben.

Es handelt sich um eine Muskelansatzreizung oder Entzündung, meist durch Überlastung ausgelöst.

Therapie

Konservativ kann man Infiltrationen, physikalische Maßnahmen, Eispackungen und vor allem Dehnungsübungen anbieten. In letzter Zeit wurde auch hier die Stoßwelle propagiert, die aber eher nicht hilft.

Die operative Therapie besteht in einem kurzstreckigen Ablösen der Muskelansätze vom Knochen und Ausrottung der lokalen, feinen Nervenäste, worauf der Schmerz zuverlässig verschwindet. Der Arm sollte für etwa 3 Wochen geschont werden.

 

Sonderform: Nervus ulnaris saltans

Der Golfarm kann zusätzlich beim Beugen und Strecken des Ellbogens von einem unangenehmen Schnappen begleitet sein. Dabei springt der (recht große) Ellennerv (Nervus ulnaris) über den inneren Knochenvorsprung (Epicondylus ulnaris). Das kann zusätzliche Schmerzen verursachen und bisweilen auch ein taubes Gefühl im kleinen Finger erzeugen - das berühmte "narrische Bein".

Die chirurgische Behandlung umfasst neben der Muskelablösung auch eine so genannte submusculäre Verlagerung des Nerven. Dabei wir der Nerv aus seinem Lager unter dem Epicondylus herausgelöst und nach vorne unter einen Muskellappen verlagert. Dann hört neben dem Schmerz auch das Schnappen auf.

Hier sollte eine 3-wöchige Ruhigstellung mit Gips oder Schiene erfolgen.


Submusculäre Verlagerung: Grüner Pfeil zeigt den Nerv, grauer Pfeil: Muskellappen, blauer Pfeil: Knochen (Epicondylus)