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CTS - Karpatunnelsyndrom

Diese Erkrankung der Hand wird zu den Nervenkompressionssyndromen gezählt. Der mittlere Handnerv (Nervus medianus) wird von oben zusammengedrückt (komprimiert) und zwar von einem kräftigen Band (Ligamentum carpi transversum), welches das Dach des so genannten Karpaltunnels (einer Rinne aus Handwurzelknochen) bildet. Nerven vertragen Kompression nicht und es kommt zum Einschlafen (Taubheit, Bamstigkeit) der vom N. medianus versorgten Finger. Das ist die Beugeseite des Daumens, des Zeige- und Mittelfingers und die Hälfte des Ringfingers. Die Patientinnen (betrifft mehr Frauen) klagen auch über Ungeschicklichkeit bei feinmotorischen Arbeiten und über (Nacht)Schmerzen. Besteht das CTS lange, kommen auch motorische Symptome hinzu, wie Muskelschwund des Daumenballens.

Behandlungsprinzip

Im Gegensatz zu anderen Handerkrankungen soll die konservative Therapie hier nur für etwa 6 Wochen angewendet werden. Danach muss bei Fehlschlag die Dekompression des Nerven erfolgen. Bleibt der Nerv nämlich zu lange komprimiert, können irreparable Schäden auftreten. Konservativ kann man Infiltrationen, manuelle Behandlungen, Dehnungsübungen und physikalische Maßnahmen anbieten.

Die Operation erfolgt über einen kleinen Schnitt an der Handgelenkbeugefalte. Das Band wird gespalten und der Nerv wird von Verwachsungen befreit.

Ergebnisse

Von guten und schnellen Erfolgen kann man nur bei raschem chirurgischem Eingreifen sprechen. Besteht das Syndrom zu lange, verschwinden zwar die Schmerzen nach der Operation, aber die Taubheit in den Fingern geht oft nur sehr langsam zurück.