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Hüftgelenk

Der Grundstein für ein gesundes Hüftgelenk wird bereits vor der Geburt gelegt. Für eine normale Hüftreifung ist in erster Linie eine gesunde Anlage nötig und in zweiter Linie eine für das Hüftgelenk nicht schädliche Lage im Mutterleib.
Seit vielen Jahrzehnten werden Säuglinge mittels Röntgen und seit mehr als 30 Jahren schonend und sicher mittels Ultraschall untersucht, um bei Vorliegen einer Hüftdysplasie (Reifungsstörung) oder Luxation (Verrenkung) eine entsprechende Behandlung einzuleiten.
Durch Spreizung der Säuglingsbeinchen wird der Hüftkopf tief in die Pfanne eingedreht und sorgt durch einen Formungsreiz für das Nachreifen der zu flachen Hüftpfanne. Ziel dieser Behandlung ist es, ein normales Hüftgelenk zu erhalten und eine spätere Abnützung (Coxarthrose) zu vermeiden. Hüftdysplasien, die erst in der späteren Kindheit oder gar im Erwachsenenalter entdeckt werden, können durch einen hüftverbessernden Eingriff operiert werden, damit die sehr wahrscheinliche Früharthrose nicht vorzeitig zu Problemen führt.
Nach der Reifungsstörung gibt es folgende Ursachen für eine Zerstörung der knorpeligen Gleitflächen des Hüftgelenkes: Unfälle, Gelenkinfektionen, Rheumatismus, Hüftkopfnekrose (Knochengewebsuntergang), die idiopathische Coxarthrose (Abnützung ohne erkennbare Ursache) und andere.

Kurze Anatomie des Hüftgelenkes
Am oberen Ende des Oberschenkelknochens bilden der Hüftkopf und die Pfanne des Hüftknochens das Hüftgelenk. Das Gelenk ist durch einen sehr guten Formschluss gekennzeichnet, zwei Drittel des Hüftkopfes liegen in der Pfanne. Der Kopf hat keine reine Kugel-, sondern vielmehr eine Nussform. Kopf und Pfanne sind in der Mitte durch ein starkes Band verbunden. Das Gelenk wird von einer dicken und kräftigen Gelenkskapsel umschlossen, in die zusätzlich vier kräftige Bänder eingebettet sind. Die Muskulatur des Hüftgelenkes zieht vom Becken zum großen Rollhöcker (Trochanter major) und zum Schaft des Oberschenkelknochens. Auf die Muskulatur ist während einer Operation besonderes Augenmerk zu legen, da eine gute Muskelfunktion für einwandfreies Stehen und Gehen nach der Operation unerlässlich ist. Bitte lesen Sie bei "Künstliche Hüfte" weiter.

 

Anatomie des Hüftgelenkes